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den abschluss bildeten die computer-kids von farmers manual, die irgendwie alle noch sehr jung ausschauen. bei ihren konzerten verkoerpern die drei das soundgewordene scheitern. und das schoene daran: sie bemuehen sich nicht wirklich, irgendetwas zu leisten. als zuhoerer steht man drei hackern mit "jugend forscht"-mienen, die so tun, als wuerden sie sich gerade erst mit ihren apple-notebooks vertraut machen, gegenueber. der kraftwerk-satz "jeder kann elektronische musik machen" gewinnt hier eine neue dimension. ach ja, die musik. die tut zwar nicht weh (im gegensatz zu *******'s den koerper tatsaechlich angreifenden sound-attacken), nervt aber dafuer umso mehr. farmers manual spielen nie mit voller lautstaerke. ab und zu passiert etwas. dann wieder eine sekunde stille. und wieder weiter. ausserdem sind sie der eindeutig laengste mego-act, oder kommt einem das nur so vor? fuer mich auf jeden fall echte pop-stars.

(wels, OOE) schlachthof newsletter, 09/97

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Revision r1.1 - 05 Jul 2005 - 13:17 - TWikiGuest
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